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Insgesamt 167 Ruderboote gingen am vergangenen Samstag beim 46. Düsseldorfer Marathonrudern an den Start. Auf der 43 Kilometer langen Strecke auf dem Rhein von Leverkusen nach Düsseldorf sorgten diesmal herbstlichen Wetterbedingungen für erschwerte Bedingungen. Zwar schob der starke Wind auf weiten Teilen der Regattastrecke die Boote in Richtung Ziel, sorgte allerdings auch für besonders unruhiges Wassers und für heftigen Gegenwind auf den Rheinschleifen bei Benrath und Flehe. Dazu sahen sich die Ruderer kalten Temperaturen um die 10°C ausgesetzt, so dass jeder bemüht war, nach Erreichen der Ziellinie möglichst schnell unter die warme Dusche zu kommen. Am Ende konnten die über 700 Teilnehmer stolz darauf sein, den Wetterbedingungen getrotzt und die Qualen des Marathonruderns gemeistert zu haben.

Der Düsseldorfer Ruderverein von 1880 e.V., der dieses Jahr mit 9 Booten am Start war, konnte drei Siege, zwei zweite Plätze und zahlreiche weitere gute Platzierungen erzielen und darf sich damit über ein außergewöhnlich gutes Marathon-Ergebnis freuen. In der Sonderwertung der schnellsten drei Mannschaften eines jeden Vereins belegte der DRV1880 einen guten 7. Platz von insgesamt 18 Vereinen. In der Germania-Team-Trophy, bei der in jedem Rennen Punkte vergeben werden, belegte der DRV1880 den 4. Platz von 57 teilnehmenden Vereinen. Eine bessere Platzierung wäre sogar möglich gewesen, wenn einige der DRV1880-Boote nicht in Renngemeinschaften gestartet wären, wodurch sie nicht für die Team-Trophy gewertet wurden.

Eine herausragende Leistung lieferten wieder einmal unsere Damen im Gig-Doppelvierer mit einem Mindestdurchschnittsalter (MDA) von 70 Jahren ab: Antje Hellwig, Heide Barth, Karin Czempin-Kuhlmann, Susi Huygen-Kleinmeyer und Steuerfrau Beatrice Lindecke überquerten nach 2h37'13" die Ziellinie in Düsseldorf-Hamm. Da sie in ihrer Altersklasse ohne Konkurrenz starteten, war ihr Sieg nicht überraschend, doch mit ihrer Zeit belegten sie sogar den 15. Platz (von 28) in der Konkurrenz der schnellsten Frauenboote. Und das mit einem Durchschnittsalter von 76 Jahren. Eine Leistung, die man gar nicht genug würdigen kann!

Mit einer überzeugenden Leistung sicherte sich auch der von Bernd Kemmelmeier gesteuerte Frauen-Gig-Doppelvierer mit Regina Dreesbach-Buchholz und ihren Kameradinnen Ulrike von Nathusius, Margareta Nolte und Ulla Richter mit einer Zeit von 2h28'35" den Sieg in der Altersklasse MDA 55. Herzlichen Glückwunsch!

Den größten Pokal sicherte sich allerdings das Männerteam in der Seegig. Wolf Strauß, Rainer Weissmann, Wla Fast, Michael Uttendorfer und Steuermann Guido Gross lieferten sich lange Zeit einen packenden Zweikampf mit der Seegig des irischen Teams aus Fermoy, konnten diese dann jedoch mit einem beherzten Zwischensprint abschütteln und erreichten schließlich in herausragenden 2h26'09" als erste das Ziel. Neben dem Sieg in der Seegig-Klasse belegten sie auch den zweiten Platz in der Sonderwertung des schnellsten Klassik-Bootes. Gut gemacht, Jungs! Der über einen Meter hohe Pokal der Seegig-Trophy wandert damit in den Düsseldorfer Ruderverein 1880 e.V. und wird dort bis zum nächsten Rheinmarathon im Oktober 2018 zu bestaunen sein.

Auch die Damen im Frauen-Gig-Doppelvierer m. Stm. in der Kategorie Masters B (MDA 36) wuchsen über sich hinaus. Lysann Lau, Inga Freund, Frauke Horstmann, Ute Giesselmann (Neusser RV) und Steuerfrau Nicole Geerkens (Neusser RV) legten die 43 Kilometer in hervorragenden 2h31'38" zurück und belegten damit in ihrer Konkurrenz den 2. Platz. Im Ziel fehlten ihnen lediglich dreieinhalb Minuten auf das siegreiche, und von vorneherein favorisierte Team des RC Germania Düsseldorf. Eine tolle Leistung, auf die die Damen zurecht stolz sein dürfen.

Ebenfalls den zweiten Platz belegte unsere Vereinskameradin Dagmar Patrigot mit ihrem Damen-Team vom Club Aviron Les Andelys Tosny und Club Nautique de Nogent in der Altersklasse MDA 55. Der von Michael Trube gesteuerte Gig-Doppelvierer kam nach 2h45'52" ins Ziel. Chapeau!

Die Männerteams in den Gig-Doppelvierern mussten sich auch dieses Jahr wieder einer sehr starken Konkorrenz erwehren. Der von Jochen Fennel gesteuerte Männer-Gig-Doppelvierer m. Stm. Masters D (MDA 50) mit Klaus Marquardt, Patrick Osterloh, Michael Minnerop und Hans-Jürgen Schneider überquerte nach 02h23'49" die Ziellinie in Düsseldorf Hamm und wurde damit schnellstes Boot des DRV1880. In ihrem Rennen belegten sie den 5. Platz mit knappen 90 Sekunden Rückstand auf einen Podestplatz. Trotzdem eine sehr gute Leistung.

In der ebenfalls starken Konkurrenz der Männer-Gig-Doppelvierer m. Stm. (Masters C, MDA 43) belegten Christoph Schneppe, Boris Dammann, Klaus Oertel, Marco Mohme (RCGD) und Steuermann Peter Wallau in 2h26'05" einen guten 7. Platz.

Andrea Böhle, Jan Oberländer und Christian Althof starteten in der offenen Klasse im Gig-Doppeldreier ohne Steuermann und kamen nach 2h30'28" ins Ziel. Zwar belegten sie in ihrem Rennen nur Platz 11, trotzdem dürfen auch sie stolz auf ihre Leistung sein, bei den schwierigen Bedingungen den Marathon mit einem fußgesteuerten Boot absolviert zu haben.

Einen sehr guten 8. Platz (von 16) erzielten Heinz Lindecke und Stefan Glötzel, unterstützt durch ihre Berliner Kameradinnen Martina Jarius-Kornhuber und Ilona Gelling, und gesteuert von unserem Wanderruderwart Markus Oberländer, in der Kategorie MIX-Gig-Doppelvierer m. Stm. (Masters D, MDA 50). Durch ihre späte Startzeit mussten sie mit den widrigsten Wetterbedingungen kämpfen. Trotzdem brauchten sie für die Marathonstrecke nur 2h38'24".

Erwähnenswert ist auch noch der Einsatz von Detlev Sewczyk, der als Steuermann sein schwedisches Team von Jönköpings Roddsällskap auf den 2. Platz in der Kategorie Männer-Gig-Doppelvierer m. Stm. (Masters F, MDA 60) steuerte. Noch erfolgreicher war sogar Andreas Czempin, der als Steuermann mit seinem Team vom Ruderklub am Baldeneysee e.V. den Sieg in der Kategorie Männer-Gig-Doppelvierer m. Stm. (Masters E, MDA 55) feiern durfte.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer um unsere Damenwartin Isabella Hover und unsere erste Vorsitzende Marianne Imhof-Minnerop, die auch in diesem Jahr wieder beim Verkauf von Kuchen und Getränken in dem Zelt auf dem Deich so tatkräftig mitgeholfen haben. Bei Wind und Wetter waren sie die erste Anlaufstelle für alle Ruderer, die sich nach dem Rennen mit Kuchen, heißer Suppe, Glühwein oder einem kalten Bier stärken wollten. Schön das Ihr Eure Freizeit opfert, um die Teilnehmer und Besucher zu versorgen. Ohne Euch wäre der Rheinmarathon nur halb so schön!

Ergebnisse aller Boote mit Beteiligung des DRV 1880 e.V.:

Ge­samt­platzStart­Nr.Ren­nenBe­satz­ungZeit
42 53 Männer-Gig-Doppelvierer m. St. (Masters D), MDA 50 Klaus Marquardt, Hans-Jürgen Schneider, Michael Minnerop, Patrick Osterloh, St: Jochen Fennel 2h23'49"
62 70 Männer-Gig-Doppelvierer m. St. (Masters C), MDA 43 Christoph Schneppe, Klaus Oertel, Boris Dammann, Marco Mohme, St: Peter Wallau 2h26'05""
64 101 Seegig-Vierer m. St. Wolf Strauß, Rainer Weissmann, Wla Fast, Michael Uttendorfer, St: Guido Gross 2h26'09""
75 6 Frauen-Gig-Doppelvierer m. St. (Masters E), MDA 55 Regina Dreesbach-Buchholz, Ulrike von Nathusius, Margareta Nolte, Ulla Richter, St.: Bernd Kemmelmeier 2h28'35"
81 114 Gig-Doppeldreier (ohne St.) Andrea Böhle, Jan Oberländer, Christian Althof 2h30'28"
87 28 Frauen-Gig-Doppelvierer m. St. (Masters B), MDA 36 Lysann Lau, Inga Freund, Frauke Horstmann, Ute Giesselmann, St.: Nicole Geerkens 2h31'39"
115 1 Frauen-Gig-Doppelvierer m. St. (Masters H/I), MDA 70 Antje Hellwig, Karin Czempin-Kuhlmann, Susi Huygen-Kleinmeyer, Heide Barth, St.: Beatrice Lindecke 2h37'13"
118 128 MIX-Gig-Doppelvierer m. St. (Masters D), MDA 50 Heinz Lindecke, Stefan Glötzel, Martina Jarius-Kornhuber, Ilona Gelling, St: Markus Oberländer 2h38'24"
144 2 Frauen-Gig-Doppelvierer m. St. (Masters F), MDA 60 Dagmar Patrigot, Sandrine Pekny, Francoise Guyot, Elisabeth Loison, St: Michael Trube 2h45'52"
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aequatorpreis

Ehren­tafel der Äquator­preis­träger

pokal

2. Platz beim Wett­bewerb um den Wander­ruder­preis des Deut­schen Ruder­ver­ban­des 2012 bis 2016

drv

Der Düssel­dorfer Ruder­verein 1880 e.V. ist Mit­glied des Deut­schen Ruder­ver­bandes