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Die 48. Ausgabe des von RC Germania Düsseldorf organisierten Rheinmarathons hat wieder ihre ganz eigenen Geschichten geschrieben, an denen auch 8 Boote und insgesamt 18 aktive Ruderer des DRV1880 beteiligt waren. Dazu kamen sechs weitere Mitglieder, die auf den Steuersitzen verschiedener Boote Platz nahmen, und die ihre Teams über die 42,8km lange Strecke von Leverkusen nach Düsseldorf navigierten. Die Magie der Zahl „42,8“ war das vom Veranstalter ausgerufene Motto der diesjährigen Austragung, doch für den Düsseldorfer Ruderverein 1880 e.V. spielte die „2“ an diesem Tag eine übergeordnete Rolle.

Das Wetter zeigte sich an diesem Samstag gnädig mit den Aktiven. Hatte es am Vortag noch gestürmt und geschüttet, so blieb es am Samstag weitestgehend niederschlagsfrei, und am Nachmittag zeigte sich sogar kurzzeitig die Sonne. Ein leichter Wind blies den Ruderern aus nord-östlichen Richtungen entgegen, dafür war der Rheinpegel aber wenigstens 40cm höher als noch im letzten Jahr. Insgesamt also durchaus ordentliche Ruderbedingungen, was auch durch die Zeit des schnellsten Bootes belegt wurde: Michael Ehrle, Markus Müller, Henning Osthoff, Stefan Verhoeven und Steuerfrau Laura Zabawa (Clever Ruder Club e.V., Gymnasial-Turn-Ruder-Verein Neuwied 1882 e.V., Kölner Club für Wassersport e.V., Ruder-u. Tennis-Klub Germania e.V. Köln) kamen mit ihrem Gig-Doppelvierer m. Stf. nach 2 Stunden, 11 Minuten und 44 Sekunden ins Ziel und waren damit nur rund 30 Sekunden langsamer als im letzten Jahr. Den Gesamtsiegt des Rheinmarathons sicherten sie sich bereits zum siebten Mal in Folge – was für eine Leistung!

Als erstes Boot des DRV1880 legte um kurz nach 9 Uhr morgens der Frauen-Gig-Doppelvierer m. St. Masters D (MDA 50) vom Steg in Leverkusen ab. Regina Dreesbach-Buchholz, Eva Grohmann, Margarete Nolte und Ulrike von Nathusius wurden wieder von Bernd Kemmelmeier gesteuert und erreichten nach offizieller Zeitmessung das Ziel in 2 Stunden, 38 Minuten und 9 Sekunden. Damit hatten sie einen Rückstand auf das siegreiche Boot des RV Saarbrücken e.V. von rund zweieinhalb Minuten, was einen hervorragenden zweiten Platz in dieser Kategorie bedeutete. Die Freude über den zweiten Platz wurde aber ein wenig durch die Tatsache getrübt, dass die selber mitgestoppte Zeit noch einmal deutlich schneller war. Ob die offizielle oder die eigene Zeitnahme richtig war konnte nicht abschließend geklärt werden.

Lysann Lau, Frauke Horstmann, Ute Giesselmann und Annette Herold (beide vom Neusser RV) starteten nur wenig später im Rennen der Frauen-Gig-Doppelvierer m. St. Masters C (MDA 43). Gesteuert von Nicole Geerkens legten sie die 42,8 Kilometer in 2 Stunden, 36 Minuten und 4 Sekunden zurück. Eine Spitzenleistung, die ebenfalls mit dem zweiten Platz in dieser Kategorie und dem achten Platz in der Sonderwertung der schnellsten Frauenboote belohnt wurde. Das in diesem Rennen siegreiche Boot des Ruderklubs am Baldeneysee e.V. war gerade einmal 39 Sekunden schneller und wurde ausgerechnet von Karin Czempin-Kuhlmann gesteuert, die im letzten Jahr noch selbst im DRV1880 Boot gesessen hatte. In die Freude über den zweiten Platz mischte sich daher die leise, nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob Karin nicht einen kleinen Umweg hätte nehmen können.

Im gleichen Rennen traten auch Sonja Oebbeke in Renngemeinschaft mit Kathrin Grimm, Ingrid Kuhn und Steffi Vedder vom RC Germania Düsseldorf 1904 e.V. und gesteuert von Karin Oberländer an. In der Anna-Luisa, einem breiteren E-Boot, legten sie die knapp 43 Kilometer lange Strecke in 2 Stunden, 52 Minuten und 11 Sekunden zurück. Das reichte leider nur für Platz 6 in diesem Rennen. Trotzdem eine sehr respektable Leistung, was auch dadurch belegt wird, dass der Rückstand auf die Viertplatzierten nur 96 Sekunden betrug.

Als erster männlicher DRV1880 Ruderer ging Andreas Kutter im Männer-Gig-Doppelvierer m. St. Masters G (MDA 65) ins Rennen. Unter falscher Flagge komplettierte er ein Boot, das für den RC Germania Düsseldorf 1904 e.V. startete, und das nach 2 Stunden, 41 Minuten und 58 Sekunden die Ziellinie in Düsseldorf-Hamm passierte. Man ahnt es bereits: Auch Andreas belegte damit den zweiten Platz in seinem Rennen, allerdings mit gut 10 Minuten Rückstand auf die siegreiche Mannschaft. Nach vorne wäre also eh nicht viel gegangen und so kann er sich über die 33 Sekunden Vorsprung auf die Drittplatzierten freuen.

Als erstes reines DRV1880 Boot starteten Bernd Bräuninger, Michael Minnerop, Hans-Jürgen Schneider und Patrick Osterloh im Männer-Gig-Doppelvierer m. St. Masters D (MDA 50). Von Steuermann Jochen Fennel gewohnt souverän zwischen den Schiffen und immer in der besten Strömung gelenkt, ruderten sie mit 2 Stunden, 27 Minuten und 6 Sekunden fast die gleiche Zeit wie im letzten Jahr. Schneller war nur das Boot des Tübinger Rudervereins "Fidelia" 1877/1911 e.V., so dass sie – man glaubt es kaum – den zweiten Platz in ihrem Rennen belegten. Nach dem dritten Platz beim Rheinmarathon im letzten Jahr und der Titelverteidigung bei der EUREGA in diesem Jahr ein weiterer großartiger Erfolg für diese Mannschaft.

Ebenfalls in der Kategorie der Männer-Gig-Doppelvierer m. St. Masters D (MDA 50) gingen Klaus Oertel und Matthias Weber, komplettiert durch die Reinmarathon-Novizen Barbara und Ulf Meerwald und gesteuert von Peter Wallau an den Start. Sie kamen nach 2 Stunden, 34 Minuten und 2 Sekunden ins Ziel und belegten damit Platz 9 von 13 gestarteten Mannschaften. Ein sehr gutes Ergebnis für dieses neu formierte Team, das in dieser Konstellation zum ersten Mal zusammen gerudert ist.

In der Max-Planck wollten Wolf Strauß, Rainer Weissmann, Wladimir Fast und Michael Uttendorfer zusammen mit Ihrem Steuermann Guido Gross nach dem großen Seegig-Pokal greifen, mussten aber schon auf der Strecke erkennen, dass andere Mannschaften dieses Jahrbesser trainiert hatten und damit deutlich schneller unterwegs waren. In 2 Stunden, 33 Minuten und 15 Sekunden belegten sie den dritten Platz im Rennen der Seegig-Vierer m. St. und erreichten damit ihr Minimalziel, schneller als die Seegig des Fermoy Rowing Club aus Irland zu sein. Der Sieg in dieser Kategorie ging an eine Hamburger Renngemeinschaft rund um unseren ehemaligen Vereinskameraden Ansgar Heinze, die mit einer Fabelzeit von 2 Stunden und 26 Minuten auch den Preis für das schnellste Klassikboot einheimste.

Im Rennen der fußgesteuerten Gig-Doppeldreier Masters C (MDA 43) heuerte Christian Althof in einer Renngemeinschaft von Mülheimer Wassersport e.V. Köln und RTHC Bayer Leverkusen an. Zusammen mit Reinhard Schulz und Karl-Ernst Heinsberg ruderte er in seinem Wohnzimmer nach 2 Stunden, 27 Minuten und 3 Sekunden über die Ziellinie, was – Achtung! - zu einem hervorragenden zweiten Platz in dieser Kategorie reichte. Am Ende fehlten gerade mal 19 Sekunden auf die Siegerzeit.

Im zweiten reinen DRV1880 Boot starteten Wiebke Schuppe, Andrea Böhle und Jan Oberländer im Rennen der offenen Klasse der fußgesteuerten Gig-Doppeldreier. Nach 2 Stunden, 33 Minuten und 22 Sekunden hörten sie die Zielsirene am heimischen Deich. Ein exzellente Leistung, die aber leider nicht für einen Platz auf dem Siegertreppchen reichte, da die fast ausnahmslos männliche Konkurrenz zu übermächtig war. Immerhin stand am Ende ein ehrenwerter vierter Platz von 6 gestarteten Teams zu Buche.

Erwähnung finden soll auch noch die Leistung der Steuerleute Beatrice Lindecke, die einen Mix-Gig-Doppelvierer Masters C (MDA43) des Alster-Rudervereins Hanseat von 1925 e.V. sicher ins Ziel steuerte, und Andreas Czempin, der seine Mannschaft der Ruderriege TVK Essen rund um den früheren Olympiasieger Ansgar Wesseling zum Sieg im Rennen der Männer-Gig-Doppelvierer m. St. Masters F (MDA 60) steuerte.

In der Sonderwertung der Germania-Team-Trophy, in der für die Platzierung aller Boote in ihren jeweiligen Rennen Punkte vergeben werden, belegte der Düsseldorfer Ruderverein 1880 e.V. einen ausgezeichneten vierten Platz von 56 teilnehmenden Vereinen. Lediglich vier Punkte fehlten auf den Drittplatzierten RC Germania Düsseldorf 1904. In der Sonderwertung des Schlüssel-Alt-Schildes, in der die Zeiten der drei schnellsten Boote eines Vereins addiert werden, belegte der DRV1880 Platz 8 von 15 gewerteten Vereinen.

Die zahlreichen Geschichten des 48. Rheinmarathons werden sicherlich in den nächsten Tagen und Wochen in aller Ausführlichkeit erzählt werden. Die meisten von Ihnen enden mit der Planung und der Vorbereitung auf den 49. Rheinmarathon am 03. Oktober 2020, die bereits mit dem ab Ende Oktober beginnenden Wintertraining anfängt. Dort werden dann die Grundlagen für hoffentlich noch erfolgreichere Leistungen im nächsten Jahr gelegt.

Ergebnisse aller Boote mit Beteiligung des DRV1880:

Ge­samt­platzStart­ Nr.Ren­nenBe­satz­ungZeitZeit/km
39 101 Gig-Doppeldreier o. St. Masters C (MDA 43) Christian Althof, Rheinhard Schulz, Karl-Ernst Heinsberg 2h27'03" 3'26"
40 52 Männer Gig-Doppelvierer m. St. Masters D (MDA 50) Bernd Bräuninger, Hans-Jürgen Schneider, Michael Minnerop, Patrick Osterloh, St: Jochen Fennel 2h27'06" 3'26"
78 96 Seegig-Vierer m. St. Wolf-R. Strauß, Rainer Weissmann, Wladimir Fast, Michael Uttendorfer, St: Guido Gross 2h33'15" 3'35"
80 108 Gig-Doppeldreier o. St. Jan Oberländer, Wiebke Schuppe, Andrea Böhle 2h33'22" 3'35"
85 64 Männer Gig-Doppelvierer m. St. Masters D (MDA 50) Klaus Oertel, Mathias Weber, Barbara Meerwald, Ulf Meerwald, St: Peter Wallau 2h34'02" 3'36"
88 167 Gig-Doppelvierer m. St. (offene Klasse) Nico Federmann, Cornelius Nellessen, Cody Penny, Colin Sheeley, St: Kurt Nellessen 2h34'43" 3'37"
95 13 Frauen Gig-Doppelvierer m. St. Masters C (MDA43) Frauke Horstmann, Lysann Lau, Ute Giesselmann, Annette Herold, St: Nicole Geerkens 2h36'04" 3'39"
105 7 Frauen Gig-Doppelvierer m. St. Masters D (MDA50) Regina Dreesbach-Buchholz, Eva Grohmann, Margarete Nolte, Ulrike von Nathusius, St: Bernd Kemmelmeier 2h38'09" 3'42"
119 32 Männer Gig-Doppelvierer m. St. Masters G (MDA 65) Andreas Kutter, Klaus Federmann, Hansherbert Gudermann, René Otto, St: Gaby Köster 2h41'58" 3'47"
157 14 Frauen Gig-Doppelvierer m. St. Masters C (MDA43) Sonja Oebbeke, Kathrin Grimm, Ingrid Kuhn, Steffi Vedder, St: Karin Oberländer 2h52'11" 4'01"
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aequatorpreis

Ehren­tafel der Äquator­preis­träger

pokal

2. Platz beim Wett­bewerb um den Wander­ruder­preis des Deut­schen Ruder­ver­ban­des 2012 bis 2016

drv

Der Düssel­dorfer Ruder­verein 1880 e.V. ist Mit­glied des Deut­schen Ruder­ver­bandes