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Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden,

nun ist leider genau das eingetroffen, vor dem wir uns alle gefürchtet haben. Der nächste Lockdown, dieses Mal laut Regierung in der „light-Version“, bestimmt für zunächst vier Wochen unser aller Alltag. Groß war unsere Hoffnung, dass sich die Situation nach dem ersten Lockdown im März und April bessert. Riesig war die Freude, dass wir unter Auflagen den Trainings- und Breitensportbetrieb wiederaufnehmen sowie Wanderfahrten rudern und mit der U23-Heim-EM in Duisburg, der A-EM in Poznań und der 24. Deutschen Sprintmeisterschaft sogar noch zwei internationale und eine nationale Meisterschaft erleben konnten. Ernüchternd und niederschmetternd ist die Tatsache, dass wir nun erneut vor verschärften Kontakt- und Ausgangssperren stehen. Sie betreffen im Kern den Freizeitbereich und haben das Ziel, bei Schutz der Wirtschafts- und Arbeitswelt Kontakte zu reduzieren. Leider trifft es den Sport und unsere Vereine, die sich vorbildlich den Hygieneanforderungen gestellt haben. Sport im allgemeinen und der Rudersport im speziellen ist kein Hort der Infektion, dennoch sind wir nun besonders betroffen!

Für uns heißt dies zunächst, dass Rudern – wenn überhaupt – nur im Einer und Zweier möglich ist. Ein aufkommendes Unverständnis kann ich nachempfinden, da Rudern ja an der frischen Luft, im Freien und mit nötigem Abstand stattfindet. Ich bitte dennoch um Nachsicht. Haltet euch an diese neuen Verordnungen und verfolgt weiterhin – und nach Möglichkeit noch stärker – die Hygienevorschriften, die Alltagsmaske und nutzt die Corona-Warn-App.

Die neuen Regelungen werfen Fragezeichen auf, da die konkreten Schritte und aktuellen Verordnungen zum Sport von den Ländern und nicht dem Bund verordnet werden. Einige Länder schließen das Betreten der Bootshäuser zur Nutzung von Booten nicht grundsätzlich aus oder lassen im Kinder- und Jugendsport Ausnahmen zu. Es gilt daher, die jeweilige Landescorona-Verordnung genau in den Blick zu nehmen. Mut zur Hoffnung besteht dennoch. Der DRV arbeitet intensiv an den Vorbereitungen für den Corona überschattenden Winter und das olympische Jahr 2021. Um euch durch die schwierige Zeit zu begleiten, planen wir neben der Women's Rowing Challenge eine weitere Challenge für jede und jeden – sofern es die dann bestehenden Hygieneverordnungen zulassen. Aktuell ist dies noch ein Blick in die Glaskugel, längerfristige Entscheidungen können in der aktuellen Situation leider nicht getroffen werden. Der Rudersport hat seine Hausaufgaben seither erfüllt. Behalten wir uns dies bei und gehen als vorbildlicher Verband voran, um somit auch den gesellschaftlichen Werten des Sports gerecht zu werden. Es gilt, das Beste aus der Situation zu machen. Die kreativen Lösungen – wie Ergorudern auf dem Balkon – haben gezeigt, dass wir uns unseren Sport nicht in Gänze nehmen lassen. Ich wünsche mir auch für die nächsten Wochen erneut zahlreiche Ideen, sich fitzuhalten. Insbesondere nun im Winter sind kreative Einfälle gefragt. Denkt daran, wir werden wieder auf das Wasser kommen!

Ich appelliere an alle Ruderinnen und Ruderer, eure Kämpfernatur beizubehalten! Wir Ruderer geben niemals auf – weder im Wettkampf noch bei heftigem Gegenwind auf der Wanderfahrt oder in Zeiten wie diesen. Gemeinsam schaffen wir es, gemeinsam sind wir stark, gemeinsam sitzen wir alle im Boot und gemeinsam gehen wir durch diese Zeit.
Mir bleibt abschließend nur noch, allen beste Gesundheit zu wünschen. Schützt euch selbst und eure Mitmenschen. Bis bald.

Euer

Unterschrift Kaidel

Siegfried Kaidel
Vorsitzender des Deutschen Ruderverbandes

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